Medien-(EZB-Meinerzhagen)

„Medienerziehung“ – ein ständiges Thema in heutigen Familien
Susanne Bisterfeld, Erziehungsberatungsstelle Meinerzhagen


Nicht nur in der täglichen Arbeit unserer Beratungsstelle, sondern vor allem auch in den auftauchenden Fragestellungen heutiger Eltern wird deutlich, dass wir im so genannten „digitalen Zeitalter“ leben. Wo wir Erwachsenen uns manchmal mühsam einarbeiten müssen, so z.B. in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Handys und PC´s kennen sich heutige Jugendliche und zunehmend auch schon Kinder bestens aus.
Die Entwicklung ist noch so jung und doch hat sie uns alle überflutet. Oder war Ihnen bewusst, dass das allgegenwärtige Handy in Deutschland erst vor 16 Jahren auf den Markt kam? Und als wir in den 90er Jahren vom „World Wide Web“ hörten, konnten wir noch nicht erahnen, dass es schon 2007 in 68% aller deutschen Haushalte einen Internetanschluss geben wird und dass dann 80% aller Jugendlichen das Internet regelmäßig nutzen.
Diese neuen Medien: PC- Spiele, Handys und Internet sind also nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich auch darüber nachzudenken, wie Kinder einen sinnvollen Umgang mit diesen Medien lernen, was in welchem Alter notwendig ist und wie Eltern ihre Kinder vor möglichen Gefahren, z.B. beim Chatten, schützen können.
Allgemein kann man sagen, wenn Eltern eine Haltung der Neugierde an dem, wofür sich ihre Kinder interessieren, entwickeln können, beschreiten sie einen guten Weg.
Es ist unerlässlich, sich als Eltern mit dem, was man mit einem Computer oder Handy alles machen kann, auseinander zu setzen. Das kann durch eigenes Ausprobieren, durch Nachlesen (und hier ist das Internet eine große Hilfe!), durch den Austausch mit anderen Erwachsenen/ Eltern passieren, aber auch Ihre Kinder und Jugendlichen können Ihnen sicherlich einiges erklären. Lassen Sie sich doch mal zeigen, was sie mit ihrem Handy alles machen und sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wann und wo sie es einsetzen und wie wichtig es für sie ist. Führen Sie ein „interessiertes, offenes“ Gespräch darüber, wie und mit wem ihr Kind durch das Internet im Kontakt ist, wie man chattet und welche Plattformen es da gibt (z.B. Schülerverzeichnis, msn usw.) Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie es nicht sofort und ohne darüber genügend zu wissen, abwertend kommentieren, dann wird Ihnen Ihr Kind nicht mehr viel erzählen. Gerade da aber liegen die Gefahren des Webs: Dass Sie weniger kontrollieren können, was Ihr Kind mitbekommt und mit wem es in Kontakt tritt. Aber darauf komme ich an den kommenden Samstagen zu sprechen, wenn es konkret um den sinnvollen Gebrauch von Handys, Internet und Games geht.