Rotary schließt Kooperationsvereinbarung mit GSKI

Der Rotary Club Meinerzhagen sponsert für ein halbes Jahr einen Deutsch-Förderunterricht für Oberstufenschülerinnen und Schüler. Als Kooperationspartner trafen sich am Mittwoch, 4.2.09, die Vertreter des Rotary Clubs Meinerzhagen: Präsident Wolfgang Opitz, der nachfolgende Präsident Christoph Gebauer und der derzeitige Clubmeister Arndt Kattwinkel. Seitens der Schule waren vertreten: Monika Hahn, Schulleiterin, Frank Bisterfeld, Didaktischer Leiter und Rolf Muck, Oberstufenleiter. Die Volkshochschule Volmetal wurde von ihrer Leiterin, Marion Göring und der Dozentin Gudrun Seeberger, die den Förderunterricht erteilen wird, vertreten. Die Repräsentanten der drei Institutionen unterschrieben gemeinsam die Kooperationsvereinbarung zwischen der Gesamtschule Kierspe, dem Rotary Club Meinerzhagen und der VHS Volmetal. Die finanziellen Mittel hatten die Rotarier durch das nach dem Monopoly- Vorbild produzierte neue Städtespiel „MeKiHa“ erwirtschaftet. Durch den Verkauf von Spielflächen an 36 Unternehmen in Kierspe, Meinerzhagen und Halver und durch den Verkauf von mehr als 1000 Spielen wurde ein Überschuss von mehr als 40 000 Euro erzielt. Dieses Geld soll nun den Kindern und Jugendlichen, (Schülerinnen und Schülern) in den drei Volmestädten zugute kommen. In jeder der drei Städte wurde zunächst ein Projekt entwickelt. Wichtige Ziele waren und sind dabei: Die Nachhaltigkeit des Projektes, das Zurückgreifen auf bestehende Strukturen und das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Bei der Überlegung, welches Projekt an der Gesamtschule Kierspe kreiert werden könnte, fiel der Fokus sehr schnell auf die Gruppe der Oberstufenschüler. Etwa 30 % der Schüler eines Jahrgangs der Oberstufe haben einen Migrationshintergrund. Das heißt, die Schüler haben mindestens ein Elternteil, das mit einer anderen Sprache als Deutsch aufgewachsen ist. Auch 30 % der Abiturienten des letzten Jahrgangs hatten einen Migrationshintergrund. Darauf ist die Schule zu Recht stolz, dass so viele Schüler, die mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind, zum Abitur feführt werden konnten. -Aber der Sprache kommt auch in andern Fächern als Deutsch immer mehr Bedeutung zu, so z.B. in der Mathematik und auch in den Naturwissenschaften. Durch die zentralen Prüfungen sind die Anforderungen an das Textverständnis enorm gestiegen. Das zeigte sich gerade beim letzten Abitur. Die Gruppe der Schüler mit Migrationshintergrund benötigt hier eine massive Förderung. So lag es nahe, den 12. Jahrgang für die Fördermaßnahme auszuwählen. Als Partner wurde die VHS- Volmetal gefunden, die den Sprachunterricht erteilen wird. Mit der VHS war ohnehin schon ein Kooperationsvertrag geplant. 19 Schülerinnen und Schüler freuen sich nun über die wöchentlich zweistündige Deutschförderung, die auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht. Allerdings mussten die SuS auch einen „Vertrag“ eingehen. Falls Schüler den Kurs abbrechen oder unregelmäßig teilnehmen, müssen sie die Hälfte der Kursgebühren zurückzahlen. Das haben die SchülerInnen unterschrieben und so konnte der Kurs bereits am letzten Mittwoch, 4. 2. 09, beginnen. Die erste Rückmeldung war ausgesprochen positiv: Gelobt wurde von der Dozentin der VHS, Gudrun Seeberger, die sehr gute Arbeitsatmosphäre und dass gleich ein sehr guter Kontakt zwischen Dozentin und den Schülerinnen und Schülern entstanden war. In der Kooperationsvereinbarung heißt es: „Der Rotary Club Meinerzhagen übernimmt die Finanzierung einer Deutsch-Fördermaßnahme für Oberstufenschülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Der Unterricht findet im Rahmen von zwei Wochenstunden statt. Den Unterricht übernimmt ein(e) Dozent (in) der Volkshochschule- Volmetal. Die Maßnahme beginnt im Februar 2009 und endet zunächst mit den Sommerferien. Sie wird mit einem Teilnahmezertifikat abgeschlossen. Die Teilnehmer verpflichten sich zur regelmäßigen Teilnahme. Bei erfolgreicher Durchführung der Förderung wird der Unterricht im neuen Schuljahr in vier Quartalen fortgesetzt.“ Die Schule dankt dem Rotary Club Meinerzhagen für diese zielgerichtete Unterstützung. Alle Beteiligten sehen positiv in die Zukunft: Die Schüler nutzen diese Chance, um sich sprachlich zu verbessern, damit sie ein gutes Abitur schaffen. So wird das Projekt, wenn es erfolgreich ist, im nächsten Schuljahr fortgesetzt. FAB

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

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