Kooperationsvertrag unterzeichnet
2010-03-18: Was bisher auch ohne vertragliche Fixierung hervorragend funktionierte, nämlich eine Zusammenarbeit zwischen dem Kiersper Unternehmen gwk und unserer Schule, hat nun seit heute auch eine vertragliche Grundlage. Im Büro der Schulleiterin unterzeichneten Schulleiterin Monika Hahn, Reinhard und Patrick Zeppenfeld sowie Stubo Hans-Georg Englmann die Vertragsunterlagen.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||
![]() |
||||||
Vertragsabschluss für die Zukunft
Eine ganz besonders enge Beziehung besteht seit zwei Jahren zum Kiersper Unternehmen gwk (Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH) in der Friedrich-Ebert-Straße. SchülerInnen unserer Schule bauten in der Wirtschafts-AG unter Anleitung im Unternehmen bereits eine Wärempumpe - eine Pralinenmaschiene ist in Herstellung. Und weil die Zusammenarbeit gut funktioniert, sollte dies auch vertraglich dokumentiert werden. Seniorchef Reinhard Zeppenfeld und sein Sohn Patrick unterzeichneten heute den Kopperationsvertrag mit unserer Schule. Bereitwillig gab Reinhard Zeppenfeld Auskunft auf die Frage, weshalb das Unternehmen eine solche Kooperation für wichtig hält: "Es ist zunächst das Eigeninteresse der Industrie, Nachwuchskräfte, Facharbeiter als auch Ingenieure zu gewinnen. Die Schüler müssen in der Schule vorbereitet werden, im Beruf arbeiten zu können, zum Beispiel als Mechatroniker oder aber auch um erfolgreich ein Studium absolvieren zu können. Mathematik, die Naturwissenschaften aber auch Deutsch, Englisch und GL sehen wir als vorrangig an. Wir leben in einer globalisierten Welt. Es geht heute nichts mehr ohne Englisch." Besonders deutlich wurde die Auffassung des Seniorchefs hinsichtlich der Ressourcen Deutschlands: "Deutschland lebt vom Export von Arbeitsleistungen. Wir haben kein Öl, Rohstoffe oder einen Finanzplatz wie London. Das Wirtschaftsleben ist das A und O in diesem Land." Das komme leider in der politischen Diskussion zu kurz. Natürlich werde mit der Kooperation auch versucht, den SchülerInnen das Wirtschaftsgeschehen in der Praxis näher zu bringen. Unbestritten ist, dass ein gut ausgewählter Beruf auch für den einzelnen eine große Bedeutung habe, denn schließlich gehe es auch um das spätere eigene Einkommen.
Den Bau der Wärmepumpe erlebten die TeilnehmerInnen der Wirtschafts-AG, die durch Lehrer Volker Appelt betreut wird, von Anfang an: Gemeinsam mit Ingenieuren der gwk entstand die Maschine am Reißbrett, wurden alle Teile selbst gefertigt. Etwa 18 Arbeitseinheiten von je zwei Stunden Dauer (immer am Dienstagnachmittag) wurden für die Fertigstellung benötigt.
Der Bau der Wärmepumpe im Unternehmen erfolgte durch die ehrenamtliche Anleitung der Seniorbetreuer und ehemaliger Betriebsleiter Dieter Brüning und Martin Kaufmann (zukünftig). Für das Unternehmen ergibt sich daraus der Vorteil, nicht auf aktive Mitarbeiter zurück greifen zu müssen und so die Kontinuität zu setzen, denn die eigentliche Produktion hat natürlich Vorrang. Aber auch Lehrlinge des dritten Lehrjahres betreuen unsere SchülerInnen.
Für die Schule erläuterte Hans-Georg Englmann - verantwortlicher Koordinator für die Berufsorientierung - das Interesse an einer Kooperation mit der gwk: "Die Schüler lernen Berufsbilder kennen, können Ängste abbauen und spüren, sich rechtzeitig selbst zu kümmern. Auch eine Negativwahl ist kein Problem, zeigt sie doch, dass ein Beruf möglicherweise für einen Schüler oder eine Schülerin nicht geeignet ist." Schulleiterin Monika Hahn ergänzte, dass die SchülerInnen so die Wirtschaft kennen lernen können, dass sie realistischer einschätzen, wozu Schule notwendig ist. Es gehe auch darum, die Schüler aus ihrer Pubertät in die Verantwortung für sich selbst zu holen. "Das lernen sie in der Schule nicht durch Texte, sondern nur durch Erfahrung", so die Schulleiterin. Die Motivation, intensiver zu lernen ist eines der Resultate einer solchen Zusammenarbeit. Reinhard Zeppenfeld untersützte diese Aussagen und ergänzte, dass in den Familien viel zu wenig über die Arbeitswelt gesprochen werde. Hier müsse die Schule helfen.
Beide Seiten gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit noch weiter ausbaufähig ist, dass noch viele Projekte gemeinsam realisiert werden sollen.




